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Ich, fünf Verse eines Gedichts
Ich bin ein Staubkorn im Wüstenwind. Zwischen bunten Blumen ein kleines Kind. Der Tau in der Frühe, der auf Wiesen fällt. Das Licht am Abend, das Gedanken erhellt.
Ich bin ein Lied, von Millionen gesungen. Das Klatschen der Hände in Huldigungen. Eine Welle im Auf und Ab der Gezeiten. Ein Kometenschweif in unendlichen Weiten.
Ich bin die aidskranke Frau mit dem hungrigen Blick. Der alte Mann, der träumt von vergangenem Glück. Das Strandgut der Zeit, von keinem vermisst. Der einsame Star, der kein Idol mehr ist.
Ich bin Hoffnung und Angst am Rande der Zeit. Der verlorene Glaube in der Dunkelheit. Der Baum im Walde, den jeder liebt. Der Morgen, den es vielleicht nicht mehr gibt.
Ich bin auch DU! Und was ich lasse, was ich tu, ich bin auch nichts. Nur fünf Verse eines Gedichts...
( ©by H.C.G.Lux )
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